YOU’LL NEVER WALK ALONE

ein Rechercheprojekt der MS Schrittmacher

Seit dem Ausbruch von Covid-19 in Deutschland richten sich die Körper im öffentlichen Raum neu aus. Entscheidend für ihre Bewegungsform ist nicht mehr nur, wo sie sich hin bewegen, oder wo sie herkommen, sondern ihr Verhältnis zueinander. Der einzuhaltende Abstand zu anderen sorgt für eine neue Choreographie der Körper durch die Stadt und für ein neues Bewusstsein für den eigenen Körper sowie die der anderen. Die Art der Bewegung durch die Straßen unterliegt dem Wissen durch Social, oder viel mehr Physical Distancing konstitutiv zum Erhalt der Gesundheit anderer und dem Ankämpfen gegen eine globale Pandemie beizutragen. Ob Mitglieder einer Familie, Kommunen oder sogar einzelne Staaten – alle wissen, dass die Krise nicht allein zu bewältigen ist, sondern Abhängigkeiten voneinander bestehen. Dennoch hat die Angst vor Ansteckung und Ausbreitung das Misstrauen und die Vorsicht bei der Interaktion mit anderen Körpern verstärkt und hält sie voneinander fern.
Als Choreographinnen und Tänzerinnen haben MS Schrittmacher sich stets mit dem Körper und seiner Verankerung in der Gesellschaft auseinander gesetzt. In der Recherche „You’ll Never Walk Alone“ haben wir die veränderte Bewegung der Körper durch den öffentlichen Raum und ihr neues Verhältnis zueinander erforscht.
Die Ergebnisse sind auf dem Blog You’ll Never Walk Alone versammelt. Hier finden sich Links und Artikel zur veränderten Choreographie des Alltags an verschiedenen Orten und Institutionen, zu Fragen von Mobilität, Isolation und Kommunikation. Das Recherche-Team hat einen Fragebogen entwickelt und Interviews geführt. Mitglieder der MS Schrittmacher Gruppe haben außerdem Videos beigesteuert, die ihre Erfahrung oder Auseinandersetzung mit dem Thema darstellen. In Blogeinträgen wurden und werden weiterhin persönliche Eindrücke und Beobachtungen von der veränderten Choreographie des Alltags, geprägt von Maßnahmen, Entwicklungen und Erkenntnissen der Pandemie geteilt.

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Rechercheteam: Natalie Baudy, Hartmut Schrewe, Efrat Stempler, Martin Stiefermann

gefördert im Reload Stipendienprogramm für Freie Gruppen der Kulturstiftung des Bundes